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Handgelenk-Arthrose nach Unfall verhindern

Klinisches Forschungsprojekt mit 100.000 Euro gefördert

 

Unfall auf ausgestreckter Hand! Handgelenk gebrochen! Sehr häufig sind Handgelenk-Arthrosen die Spätfolge von Verletzungen der Handwurzelknochen. Von den acht kleinen Handwurzelknochen sind besonders häufig betroffen das Kahnbein und das sogenannte Mondbein. Wenn sie brechen oder wenn die sie umgebenden Bänder auseinanderreißen und man dies nicht frühzeitig erkennt, besteht ein hohes Risiko, dass die komplexe Architektur der Handwurzel zerstört wird und sich eine Handgelenk-Arthrose entwickelt. Die wichtige Früherkennung zu verbessern, ist Ziel eines Forschungs-Projektes am Unfallkrankenhaus Berlin.


Wenn Arthrose das Handgelenk befällt, betrifft dies nicht nur "ein kleines Gelenk", sondern den ganzen Menschen in vielen seiner zentralsten Ausdrucksmöglichkeiten. Tausende und Abertausende täglicher Handbewegungen werden zur Belastung und schränken den Menschen selbst immer weiter ein. Wichtige, liebgewonnene oder sogar unverzichtbare Tätigkeiten in Beruf, Familie oder Freizeit können nur noch unter Schmerzen ausgeübt werden – und werden langsam immer weiter reduziert. Gegenstände fallen aus der Hand, Gläser zerbrechen, und selbst einfachste Zufallsbewegungen lösen starke Schmerzen aus.

Wenn der Patient nach einem Unfall mit seiner Handverletzung einen Arzt oder eine Klinik aufsucht, wird das Handgelenk sorgfältig untersucht. Knochenbrüche in diesen kleinen, nur haselnussgroßen Knochen sind aber nur schwer auf üblichen Röntgenaufnahmen zu erkennen. Noch viel schwieriger sind Verletzungen der sie umgebenden Kapseln und Bänder festzustellen, selbst mit Spezialverfahren wie Kinematografie, MR-Arthrografie oder auch einer Gelenkspiegelung.

Experten versuchen, die Früherkennung dieser wichtigen, aber oft übersehenen Verletzungen zu verbessern. Herr Privatdozent Eisenschenk, renommierter Handgelenkspezialist und Chefarzt der Abteilung für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie des Unfallkrankenhauses Berlin, arbeitet mit seinen Mitarbeitern daran, eine sichere und standardisierte Diagnostik dieser oft so schwer erkennbaren Verletzungen zu entwickeln. Sie untersuchen in ihrem Forschungsprojekt, welche Kombination ("Kaskade") von Diagnoseverfahren am sichersten und verlässlichsten ist und zudem mit der geringsten Belastung an Röntgenstrahlen auskommt. Damit können viele Handgelenkverletzungen sicherer und exakter frühzeitig erkannt werden und vielen Betroffenen eine langjährige Hand-Arthrose erspart bleiben.

 

Projektleitung: Herr Privat-Dozent Dr. med. A. Eisenschenk, Chefarzt der Abteilung für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie des Unfallkrankenhauses Berlin 

 

Künstliches Kniegelenk


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