Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. - Herr Michael K.


Als junger Mann erlitt er eine schwere Sportverletzung

Herr Michael K. erlitt als junger Mann eine schwere Sportverletzung, bei der er sich sein rechtes Knie verdrehte und sich eine starke Bänderdehnung zuzog. Sechs Wochen musste er einen Gips tragen. Seit dieser Zeit hatte er immer wieder Beschwerden. Häufig schwoll das Knie an und schmerzte und belastete ihn auch in seinem Beruf, in dem er viel auf den Beinen war, viel Laufen und Treppensteigen musste. Als sein Arzt ihn untersucht hatte, lautete die Diagnose "Schwere Arthrose im rechten Kniegelenk."


Im Laufe der Jahre wurde das tägliche Leben immer beschwerlicher.  Zwar verdrängte er in seinem Beruf und zuhause bei der Renovierung seines Wohnhauses – die Decken mussten erneuert, eine neue Heizung eingebaut und alle Böden neu verlegt werden – sehr oft die Schmerzen. Aber mit der Zeit wurden sie unerträglich: "Wie wenn mir jemand mit dem Messer dauernd seitlich reinsticht. Ich habe mich nicht mehr getraut, weiterzugehen, bin abrupt stehen geblieben, habe das Knie gerieben und gedrückt und massiert." Und innerlich berührt ergänzt er: "Das Schlimmste aber war, dass das Knie blockiert hat. Beim normalen Gehen hat es sich gerade gemacht. Es ging dann nichts mehr!" Als alle Behandlungen nicht mehr halfen, entschloss er sich nach eingehender Beratung mit seinem Arzt mit gerade erst 43 Jahren zu einem künstlichen Kniegelenk.


Die Wartezeit auf den bevorstehenden Eingriff nutzte er gewissenhaft. Auf Anraten seines Arztes nahm er an einer krankengymnastischen Übungsbehandlung teil und lernte mit zwei Unterarmstockstützen zu gehen. Zudem achtete er auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, um seinen Körper möglichst gut auf den Eingriff vorzubereiten.


Die Operation war erfolgreich. Heute arbeitet er in der gleichen Firma halbtags im Botendienst und, um sein Gelenk zu schützen, halbtags in der Telefonzentrale. Zutiefst dankbar sagt er: "Ich habe sehr viel Glück gehabt und bin froh, dass ich mich zur OP entschieden habe und wieder ohne Schmerzen arbeiten kann. Ich würde es jederzeit wieder tun." Und sichtlich bewegt fügt er hinzu: "Gesundheit und körperliche Unversehrtheit sind eigentlich das Wichtigste. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn ein Mensch leiden muss, weil er sich nicht so helfen kann, wie er gerne möchte."

 

Frau Gerlinde W.



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