Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. - Regel Nr. 3

Die Arthrose-Regel Nr. 3 lautet: Jedes Gelenk mit Knorpel­schaden muss geschont werden. Das erkrankte Gelenk sollte wenigstens um ein Drittel weniger belastet werden ("Drittel-Regel").

 

Die moderne Gelenkforschung untersucht mit feinen Sensoren und mit Computereinsatz die Kräfte und Belastungen, die auf unsere Gelenke wirken, und wie sich die Leistungsfähigkeit bei der Arthrose verändert. Wer die Ergeb­nisse kennt, kann die ärztlichen Empfeh­­lungen besser verstehen und sich entsprechend verhalten.


Zwei wichtige Prinzipien

 

Durch die Besonderheit der Sehnenverläufe bedingt, können bei einfachen All­­tagsbewegungen Kräfte von mehreren Zentnern auf unsere Gelenke einwirken. Beim Tragen eines Koffers entstehen in den kleinen Fingergelenken Druckbelastungen, die mehr als 50-fach höher sind als der Druck, der in einem Autoreifen herrscht! Diese alltäglichen Höchstleistungen können unsere Ge­lenke nur voll­bringen, wenn zwei Prinzipien verwirklicht sind:

 



Was ändert sich bei der Arthrose und inwiefern wirkt sich die Belastung jetzt anders aus?

 



 

Eine wichtige Regel

 

Aus diesen Erkenntnissen ergeben sich einige wichtige Empfehlungen. Zu be­achten ist insbesondere:

 

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Auch kleine Knorpelschäden müssen ernst genommen werden, da sie die Tendenz haben, sich zu vergrößern. 

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Besonders wer sportlich aktiv ist, sollte darauf achten, das betroffene Gelenk über mehrere Wo­chen nur behutsam und vorsichtig zu be­anspruchen.

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Bei Schmerzen im Gelenk sollten diese nicht mit Willensanstrengung überwunden werden. Man sollte vielmehr alle Möglichkeiten nutzen, um eine konsequente Entlastung zu erreichen.

 

Erfahrungsberichte



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